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Digitalisierung: Ideen-Scouting, Start-ups und M&A

Im Zuge der Digitalisierungsbemühungen sammeln deutsche Unternehmen viele positive aber auch eine ganze Reihe negativer Erfahrungen. Auch oder gerade aus Letzteren können wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, auf deren Basis die nächsten Schritte besonders gut gelingen können. Wie bei jeder M&A Transaktion, so gibt es auch für Digitalisierungsprojekte im Zusammenhang mit neuen Geschäftsmodellen keine Erfolgsgarantien. Wesentlich erscheint insbesondere Eines: Überlegt aktiv werden ohne in Aktionismus zu verfallen.

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„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ (Franz Kafka)

In einem disruptiven Umfeld wird nicht jede Aktion (direkt) erfolgreich sein (können). Wenngleich ein jeder über Digitalisierung spricht, scheint eine große Zahl an Akteuren aus „sicherer Entfernung“ zu beobachten statt aktiv mitzugestalten zu versuchen. Währenddessen sammeln andere Unternehmen wertvolle Erfahrungen zur Neuausrichtung ihrer Geschäftsmodelle; selbst mit Misserfolgen oder Negativbeispielen. Hier steht der Lernprozess im Vordergrund. Bis zur Entwicklung von, beispielsweise, Kanban-basierten Produktionslinien dauerte es seit Beginn der industriellen Revolution über 100 Jahre. Wir befinden uns längst in einer Transformationsphase, die nicht erst in 2016 begonnen hat.  

Ideen-Scouting: Vielfältige externe Möglichkeiten zur Identifikation neuer Geschäftsmodelle

Zur Weiterentwicklung oder Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sind neben eigenen Ideen auch neue Ideen außerhalb der Unternehmen wesentliche Impulsgeber. Mit welchen Modellen Start-ups mit neuen Ideen gefördert, entdeckt und an Unternehmen gebunden werden sollen, ist in der nachfolgenden Graphik exemplarisch dargestellt (anhand ein paar ausgewählter Beispiele aus der DACH-Region). Die Möglichkeiten sind vielfältig und M&A kann der Katalysator sein.

Kein „one-fits-all“-Erfolgskonzept

Bislang gibt es nicht das „one-fits-all“-Erfolgskonzept für Unternehmen, durch spezifische Förderung von Start-ups die eigene Digitalisierung voranzutreiben. Ein authentisches Konzept ist individuell zu entwickeln. Es lohnt sich, dem kafkaesken Prinzip zu folgen. Je nach Digitalisierungs- und somit auch Kompetenzerfordernissen, kann der Einsatz von M&A hierbei zur erfolgreichen Beschleunigung der Digitalisierung beitragen.
Als Ansprechpartnerin und zur Diskussion steht Ihnen gerne Dr. Sabrina Zahn zur Verfügung.


Neues KMU-Segment der Deutschen Börse gibt Anlass zur Hoffnung

Die Deutsche Börse beerdigt den Entry Standard und schafft ein neues, bislang noch namenloses Segment für die Finanzierung kleiner und mittelständischer Unternehmen.


Schlechte Performance bei Mittelstandsanleihen setzte Deutsche Börse unter Handlungsdruck

Dass die Deutsche Börse den Entry Standard einstellt und ein neues Segment mit härteren Voraussetzungen und Regeln einführt, kommt nicht von ungefähr. Die zahlreichen Pleiten bei Mittelstandsanleihen trafen die Deutsche Börse AG in ihrem Segment „Entry Standard für Anleihen“ und setzten sie unter Handlungsdruck. Einerseits verloren die Investoren ihr Interesse, andererseits nahm die negative Berichterstattung in den Medien immer mehr zu. Beide Entwicklungen überraschen nicht angesichts der vielen Negativmeldungen bei Mittelstandsanleihen, die das Segment in Verruf gebracht haben und durch die Marktbeobachter sich bereits an den Neuen Markt erinnert fühlten. Neben diesen negativen Meldungen, die die öffentliche Wahrnehmung dominieren, gibt es natürlich auch eine Reihe von seriösen Emittenten, die Ihre Verpflichtungen einhalten und die vom Markt mit entsprechenden Notierungen gewürdigt werden. So notieren die Anleihen, deren Emittenten mayerhöfer & co bei der Emission beraten hat, deutlich über 100.


Neues Segment soll höhere Qualität der Emittenten garantieren

Um mit dem schlechten Ruf des Entry Standard abzuschließen und ein KMU-Segment zu schaffen, in dem sich eine solche Entwicklung nicht wiederholt, legt die Deutsche Börse Wert auf eine höhere Qualität der Emittenten sowohl auf der Aktien- als auch auf der Anleihenseite. Dafür werden einerseits die Anforderungen für eine Zulassung zu dem neuen Segment erhöht, um von Anfang an ein gewisses Niveau bei den Emittenten zu erhalten. Zum anderen werden die Folgepflichten verschärft, um auch während der Notierung der Aktien bzw. Anleihen eine professionelle Berichterstattung und Information der Öffentlichkeit zu gewährleisten. Zudem räumt sich die Deutsche Börse bei Nichteinhaltung der Pflichten und Voraussetzungen die Möglichkeit harter Sanktionen wie Vertragsstrafen und die Kündigung der Zulassung zum Segment ein.


Zulassungsanforderungen teils höher als im geregelten Markt

Die Deutsche Börse hat die Messlatte bei den Zulassungsvoraussetzungen im Vergleich zum Entry Standard ordentlich erhöht und verpflichtet die Emittenten, sich einen von der Deutschen Börse zugelassenen Capital Market Partner zu Beratung und Unterstützung an die Seite zu holen. Folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Zulassungsvoraussetzungen für Börsengänge im neuen KMU-Segment.

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Auch die Folgepflichten sollten das KMU-Segment professionalisieren

Die neuen Folgepflichten sollten dazu führen, dass Emittenten im neuen KMU-Segment die Öffentlichkeit ähnlich professionell informieren wie Unternehmen im geregelten Markt. Unterstützt und überwacht werden soll dies während der gesamten Dauer der Notierung von einem Capital Market Partner.

Folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Folgepflichten für Börsengänge im neuen KMU-Segment.

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Das neue KMU-Segment der Deutschen Börse gibt Anlass zur Hoffnung, dass sich die schlechte Entwicklung des Entry Standards nicht wiederholt. Die strengeren Zulassungsvoraussetzungen und die Verpflichtung zur Due Diligence sollten dafür sorgen, dass sich die Qualität der Emittenten deutlich erhöht. Außerdem sollte durch die laufenden Transparenzpflichten Schluss sein mit der Desinformation der Öffentlichkeit bei schlechter Unternehmenslage durch die Emittenten. Die Werkzeuge scheinen geeignet, für Qualität zu sorgen sofern die Deutsche Börse für eine strikte Einhaltung sorgt und bei Fehlverhalten hart durchgreift. Denn einige der Anforderungen und Pflichten waren bereits im Entry Standard gegeben, haben jedoch nicht die gewünschte Wirkung entfaltet. Dass das Segment unter einem neuen Namen startet, erscheint sinnvoll, um einen möglichst unbelasteten Neuanfang zu schaffen. mayerhöfer & co steht dem neuen Segment positiv gegenüber und bereitet bereits Mandanten für eine Notierung in dem neuen Segment vor.

Als Ansprechpartner stehen Ihnen Jan Mayerhöfer und Kolja Schick zur Verfügung.

Überall wird digitalisiert – überall auch schnell genug? Warum M&A ein Katalysator sein kann

Big Data, IoT, Industrie 4.0, SmartHome, eMobility, eLearning, FinTech, digitaler Patient, eCommerce – Schlagworte, die aktuell in aller Munde sind. In der deutschen Unternehmenslandschaft nimmt die Digitalisierung weiter an Fahrt auf. Auch KMU arbeiten aktiv an Digitalisierungskonzepten und implementieren innovative Lösungen. Hierbei handelt es sich keineswegs um ein Mysterium, sondern vielmehr um die konsequente Fortführung einer Entwicklung: die an den Kundenbedürfnissen ausgerichtete „End-to-End“-Prozessoptimierung. 

Dass es hierbei nicht nur darauf ankommt, bestehende Geschäftsprozesse zu digitalisieren, sondern ebendiese auf ihre Zukunftstauglichkeit zu hinterfragen, ist längst im Bewusstsein verankert. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, Zugriff auf die entsprechenden qualifizierten Ressourcen und/oder neuen Geschäftsmodelle und –ansätze zu erhalten.

Einsatz von M&A zur Beschleunigung der Digitalisierung

Finanzinvestoren demonstrieren es immer wieder aufs Neue eindrucksvoll: Die Unternehmenswertsteigerung oder Sicherung des Status Quo einer Marktpositionierung wird auch durch selektive Akquisitionen erzielt. Warum sollte beim Vorantreiben der Digitalisierung – vor dem Hintergrund der knappen qualifizierten Ressourcen – nicht auch in ausgewählten und kreativen Beteiligungen und Akquisitionen der Schlüssel liegen?

mayerhöfer & co unterstützt beim Dialog mit innovativen Zielunternehmen

Auf die ohnehin große Herausforderung, digitale Ideen zu identifizieren und digitale Konzepte zu entwickeln, folgt deren Umsetzung. Erhebliche erfolgskritische Faktoren stellen hierbei die Zeit, die Notwendigkeit schnell größere Schritte zu machen sowie der Zugriff auf entsprechende Ressourcen dar. Bei dieser Problemstellung kann mayerhöfer & co einen signifikanten Beitrag leisten. Neben unserem umfassenden M&A Know-how aus einer Vielzahl erfolgreicher Transaktionen und unserer eigenen Innovationskraft, verfügen wir seit über 10 Jahren über eine exzellente Vernetzung im Bereich Start-ups, Growthfunding und Venture Capital. Nicht nur dies ermöglicht es uns, erfolgreich den Dialog zwischen traditionellen und jungen Unternehmen zu etablieren und zu begleiten sowie innovative und individuelle Beteiligungskonzepte zu entwickeln. Unsere mittelständischen Mandanten schätzen gerade dies.

Als Ansprechpartnerin und zur Diskussion steht Ihnen gerne Dr. Sabrina Zahn zur Verfügung

Durchwachsenes Jahr im Markt für Mittelstandsanleihen

Das Jahr 2016 ist für den Mittelstandsanleihe-Markt bislang ein durchwachsenes Jahr. Zahlreiche Insolvenzen sorgten seit Jahresbeginn für eine eingetrübte Stimmung bei den Anlegern, insbesondere, da mit German Pellets, KTG Agrar und Scholz Schwergewichte ausfielen bzw. restrukturiert werden. Allein bei diesen drei Emittenten haben Anleger mehr als 700 Millionen Euro in Mittelstandsanleihen im Feuer, von denen sie nur einen sehr geringen Teil wiedersehen dürften.


Ratingagenturen geraten zunehmend unter Druck

Auffällig ist, dass viele der ausgefallenen Anleihen bzw. Emittenten bis kurz vor dem Default über Ratings oberhalb von „C“ verfügten. Offensichtlich wurde das Ausfallrisiko erst erkannt, als es zu spät war. Denn erst nach Bekanntgabe der Insolvenz des Emittenten änderte sich das Rating auf „D“, was für die Investoren in der Regel zu spät war. Dieser Aspekt trägt sicher nicht dazu bei, das Vertrauen in das Funktionieren des Mittelstandsanleihe-Marktes zu stärken.


Trotz schlechter Nachrichten gibt es weiterhin Erfolge

Allerdings gibt es auch weiterhin erfreuliche Nachrichten, die Anlegern und Emittenten Mut machen können. So muss nicht nur über Ausfälle berichtet werden, sondern auch über erfolgreiche Refinanzierungen von Mittelstandsanleihen. Die Karlsberg GmbH hat Ende April eine Anleihe in Höhe von 40 Millionen Euro voll platzieren können, wodurch die Altanleihe mit einem Emissionsvolumen von 30 Millionen vorzeitig gekündigt und zu 101 Prozent zurückgezahlt werden konnte. Zu den weiteren erfolgreichen Platzierungen zählt der Fußballverein Schalke 04, welcher im Juli zwei Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro voll platzieren konnte. Dabei wurde durch zwei Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten das Rückzahlungsrisiko verringert.

Die erfolgreichen Beispiele zeigen, dass es erfreuliche Nachrichten über den Markt für Mittelstandsanleihen zu berichten gibt. In der laufenden Refinanzierungswelle wird es mit erfolgreichen Refinanzierungen weitergehen, dennoch sind weitere Ausfälle zu erwarten. Die Entwicklung bleibt somit weiterhin spannend.

Aktuelle Daten und Fakten zum Jahr 2016 finden Sie auch in unserem Mittelstandsanleihen-Markt Update: 




Mittelstandsanleihe-Markt Update 2016
Download Mittelstandsanleihe-Markt Update 2016



Selbstverständlich erstellen wir für Sie gerne nach Bedarf spezifische Auswertungen über Mittelstandsanleihen.  Als Ansprechpartner stehen Ihnen Jan Mayerhöfer und Kolja Schick zur Verfügung.

mayerhöfer & co auch 2016 wieder auf der MuMAC vertreten

Als Veranstaltungspartner wird mayerhöfer & co auch 2016 wieder auf der MuMAC in München vertreten sein. Partner von mayerhöfer & co werden als Sprecher an Podiumsdiskussionen teilnehmen. Dabei werden neben der Entwicklung des M&A-Marktes seit der letzten Veranstaltung vor allem die aktuelle Marktsituation und der Ausblick für die nächsten Monate im Mittelpunkt stehen.

Die Auswirkungen des Brexit auf den M&A-Markt sind Thema

Der Brexit ist nach wie vor ein Thema in der Branche, so dass neben den allgemeinen Markttrends auch die Auswirkungen des Brexit auf den M&A-Markt diskutiert werden. Die Diskussionen am Vormittag werden sich mit verschiedenen Markttrends beschäftigen (M&A-Markt und Private Equity-Markt allgemein, Auswirkungen Brexit und verschiedene Cross-Border Marktentwicklungen). Eine zentrale Frage in der Diskussion wird sein, welche Gründe für den Rückgang der M&A-Aktivitäten in 2016 verantwortlich sind, nachdem 2015 ein Rekordjahr mit einem sehr hohen Gesamttransaktionsvolumen und vielen Megadeals war. Nach den globalen Themen am Vormittag stehen am Nachmittag speziellere Themen auf der Agenda. Diskutiert werden bspw. die Entwicklungen im Private Equity-Markt in Bezug auf bestimmte Branchen und Entwicklungen wie z.B. Automotive, Life Sciences oder Digitale Transformation. Außerdem werden Diskussionen zu Investments aus der Golfregion in Europa und den USA sowie zu aktivistischen Aktionären stattfinden.


Alljährliches Branchentreffen in München

Wir erwarten interessante und aufschlussreiche Gespräche und Diskussionen rund um den M&A- und Private Equity-Markt mit zahlreichen Branchenvertretern. Schon die Veranstaltungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass auf der Konferenz ein gutes Bild für den Ausblick und die künftigen Entwicklungen des M&A-Markts gefunden werden. Die MuMAC 2016 findet am 20. September statt. Hier finden Sie die Agenda zur Veranstaltung:

MuMAC Agenda 2016

mayerhöfer & co behauptet sich als einer der größten unabhängigen M&A-Berater im deutschsprachigen Raum

Das deutschsprachige M&A-Berater Umfeld ist in den letzten Monaten durch zahlreiche Fusionen von Beratungsunternehmen geprägt. 
Houlihan Lokey hat das Investmentbanking-Geschäft von Leonardo & Co. in Deutschland übernommen, die N+1 Gruppe hat mit Downer fusioniert, @visory hat sich mit Clearwater zusammengeschlossen und kürzlich hat Altium die Fusion mit GCA Savvian bekannt gegeben. Diese jüngsten Beispiele von Zusammenschlüssen zwischen Beratungsunternehmen verdeutlichen die Attraktivität des deutschsprachigen M&A-Marktes. Viele der fusionierten Anbieter streben hiermit auch den Eintritt in die Beratung von Großtransaktionen mit Volumina jenseits der EUR 100 Mio. an.

mayerhöfer & co fokussiert sich weiterhin mit maßgeschneiderten M&A-Beratungsleistungen auf das Small- und Mid-Cap Segment mit Transaktionsvolumina zwischen EUR 10 Mio. und EUR 100 Mio. Schwerpunkt der laufenden Mandate und die strategische Ausrichtung von mayerhöfer & co sind die Begleitung mittelständischer Unternehmer bei der Umsetzung von Unternehmensnachfolgen sowie Portfolioarrondierung in- und ausländischer Großunternehmen sowohl auf der Kauf- als auch auf der Verkaufsseite.

Mit 15 M&A-Beratern an den Standorten Frankfurt am Main, München und Hamburg zählt mayerhöfer & co zu den größten, unabhängigen M&A-Beratungshäusern im deutschsprachigen Raum. 

M&A-Markt Wrap-up – März 2016

Der M&A Markt im deutschsprachigen Raum zeigt insbesondere bei kleineren und mittelgroßen Transaktionen in den ersten Monaten des Jahres 2016 ein hohes Aktivitätsniveau und knüpft an die positive Entwicklung des Jahres 2015 an.

Die weltweiten Unsicherheiten in den globalen Märkten bedingt durch die Volatilität des chinesischen Marktes, fallenden Energie- sowie Commoditypreisen haben in einzelnen Sektoren die M&A Aktivität verstärkt. Begünstigt wird diese Entwicklung durch das weiterhin attraktive Finanzierungsumfeld.

In der deutschsprachigen Region, dem Kernsegment von mayerhöfer & co, verfügt mayerhöfer & co über eine gute Pipeline an Transaktionen, insbesondere in den Branchen Industrie und Technologie, Chemie, Medien sowie Konsumgüter. Hintergrund ist die weiterhin gute bis sehr gute Entwicklung deutscher Unternehmen in diesen Branchen, die das Vertrauen potentieller Investoren in den Standort Deutschland stärkt. Deutsche Unternehmen bleiben damit primäres Ziel in- und ausländischer Investoren.

Innerhalb Europas fanden die zweitmeisten Transaktionen im deutschsprachigem Raum statt (16% des Gesamtvolumens). Die Nachfrage nach Unternehmen aus der Industriebranche konnte in 2015 gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden und hält unverändert an. Die Industrie- und Chemiebranche, zwei der Kernbranchen von mayerhöfer & co, wiesen im vergangenen Jahr 293 Transaktionen aus.

mayerhöfer & co ist auf Transaktionen zwischen 10 Mio. Euro und 150 Mio. Euro spezialisiert. Dieses Segment wies im letzten Jahr, gemessen am Volumen, rund 1.900 Transkationen in Europa aus. Diese Zahl liegt seit 2012 auf einem nahezu konstanten Niveau und stellt den mit Abstand größten Anteil aller Transaktionen dar. Für 2016 wird erwartet, dass die Anzahl der Transaktionen in dieser Größenordnung tendenziell an Bedeutung gewinnt.

mayerhöfer & co berät seine Mandanten u.a. bei Unternehmenszukäufen, Unternehmensverkäufen (u.a. Nachfolgelösungen) sowie bei komplexen Finanzierungsvorhaben. 

mayerhöfer & co setzt Wachstumskurs konsequent fort

mayerhöfer & co ist seit über 12 Jahren als unabhängiger Anbieter in der M&A Beratung sowie der Finanzierungs- und Kapitalmarktberatung positioniert. Der Fokus liegt auf mittelständischen und familiengeführten Unternehmen sowie mittelständischen Transaktionen für Großunternehmen.

mayerhöfer & co hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 8 Transaktionen erfolgreich zu einem Abschluss geführt

Mit 8 abgeschlossenen Transaktionen und einem Transaktionsvolumen von insgesamt über 500 Mio. Euro konnte mayerhöfer & co das Geschäftsjahr 2015 erfolgreich abschließen. Die Transaktionen erstrecken sich über alle Geschäftsbereiche und unterstreichen die Aufstellung von mayerhöfer & co im Corporate Finance Geschäft. Im M&A Bereich konnte erneut eine hohe internationale Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt werden. Dies schließt sowohl den Verkauf deutscher Unternehmen an Unternehmen mit Sitz im Ausland ein, als auch die Begleitung ausländischer Unternehmen bei Zukäufen in Deutschland. Besonders erfreulich ist die stetig wachsende Marktakzeptanz unserer m&a 2.0® Produktfamilie, mit der wir sowohl bei Verkaufs- als auch Kaufmandaten die Projektlaufzeiten ver-kürzen konnten und die branchenüblichen Erfolgsquoten übertreffen konnten.

Ausblick 2016

Mit aktuell über 15 Mandaten starten wir zuversichtlich in das Jahr 2016. Zu den aktuellen Kunden zählen sowohl deutsche Mittelständler, Konzerne aus dem In- und Ausland sowie Family Offices und Finanzinvestoren. Wir wünschen allen ein erfolgreiches Jahr 2016.

Private Debt – eine Alternative zur herkömmlichen Bankenfinanzierung

In den letzten Jahren haben sich diverse alternative Finanzierungswege für den deutschen Mittelstand etabliert. Neben der herkömmlichen Bankenfinanzierung werden seit einigen Jahren zunehmend Kapitalmarktprodukte eingesetzt, um die Finanzierung von Projekten, des Unternehmens (z.B. Working Capital) oder von Investitionen sicherzustellen. Aber nicht für jedes Unternehmen ist die Möglichkeit der Finanzierung über ein Kapitalmarktprodukt passend, wenn z.B. eine Öffnung zum Kapitalmarkt nicht gewünscht wird.

Eine gute Alternative hierzu bieten Private Debt Fonds, die in der Regel ähnlich wie Private Equity Fonds strukturiert sind und deren Mittelherkunft Gelder diverser Anleger sind. Diese Finanzierungsform ist keine neue Erfindung, sondern existiert bereits seit den 1950er Jahren in den USA, als Versicherungsgesellschaften wie Banken agierten und insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen Kapital zur Verfügung stellten.

Was ist Private Debt?

Bei Private Debt handelt es um von Investoren außerhalb des Kapitalmarktes zur Verfügung gestelltes Fremdkapital. Die Private Debt in Anspruch nehmenden Unternehmen weisen in der Regel kein Investmentgrade-Rating auf, weshalb es sich bei dem bereitgestellten Fremdkapital typischerweise um illiquide, privat platzierte und zumeist nicht verbriefte Schuldtitel ohne Rating handelt.

Warum zeigen Investoren ein hohes Interesse an Private Debt?

Aufgrund des aktuellen Niedrigzinsumfeldes suchen institutionelle Investoren nach alternativen und risikoadjustierten Anlageklassen. Aktuell stehen den Private Debt Fonds rund US$ 160 Mrd. zur Verfügung, wovon rund ein Drittel (US$ 50 Mrd.) im europäischen Markt investiert werden. Dabei steigt das Interesse an Private Debt von kleinen und mittleren Mittelstandsunternehmen stetig an, da diese Unternehmen zunehmend auch bankenunabhängige Finanzierungsformen in Erwägung ziehen. Aufgrund der Größe und Fragmentierung weist dieses Marktsegment eine zunehmende Nachfrage nach diesem Produkt auf.

mayerhöfer & co. berät seine Mandanten u.a. bei komplexen Finanzierungsvorhaben. Im Zuge dessen wurde Private Debt bei Unternehmen in unterschiedlichen Branchen und Situationen eingesetzt.

Mittelstandsanleihen vs. Privatplatzierungen mit Börsenzulassung im Freiverkehr

Die Emissionstätigkeit im Mittelstandsanleihesegment verharrte im ersten Halbjahr 2015 mit ein bzw. zwei Emissionen pro Quartal auf dem schwachen Niveau des Vorjahres. Es scheint, als würde sich der Markt von den zahlreichen Insolvenzen nicht wieder erholen. Zudem wurden die Transparenzstandards von Emittenten zu oft nicht eingehalten, ohne dass dies zu echten Konsequenzen geführt hätte. Folgeratings wurden nicht erstellt bzw. publiziert, Geschäftszahlen wurden zu spät veröffentlicht und Emittenten wechselten von einem Mittelstandsanleihesegment in den Freiverkehr, um sich so den formal höheren Standards zu entziehen. Kein Wunder, dass Investoren das Vertrauen verloren haben und mehrere Emissionen verschoben bzw. abgesagt werden mussten.

Privatplatzierung oder öffentliche Platzierung?
Diese Entwicklung bedeutet jedoch nicht, dass keine Anleihen mehr platziert werden. Allerdings geht der Trend in jüngster Zeit zu Privatplatzierungen mit anschließender Börsennotierung im Freiverkehr. Die Anzahl dieser Emissionen war im ersten Halbjahr 2015 deutlich höher als im Entry Standard, dem einzigen verbliebenen aktiven Mittelstandsanleihesegment. Selbst Unternehmen, die in der Vergangenheit bereits Mittelstandsanleihen emittiert hatten, nutzten zuletzt Privatplatzierungen bei institutionellen Investoren für die Refinanzierung ihrer alten Anleihen. 

Geringerer Kosten- und Zeitaufwand
Für Privatplatzierungen spricht, dass Kosten und Zeitaufwand geringer sind, da kein Wertpapierprospekt benötigt wird und ein Rating formal ebenfalls nicht, auch wenn letzteres von Investoren trotzdem häufig gefordert wird. Außerdem ist eine Privatplatzierung im Vorfeld mit weniger Öffentlichkeit verbunden. Dadurch ist das Risiko eines Reputationsschadens im Falle des Scheiterns der geplanten Emission relativ gering. Der einzige Nachteil einer Privatplatzierung besteht in der beschränkten Auswahl der Investoren. Privatinvestoren und kleinere Vermögensverwalter, die solche Anleihen über das Internet zeichnen, werden nicht einbezogen. Allerdings hat die jüngste Vergangenheit gezeigt, dass qualitativ hochwertige Anleihen bei ausschließlich institutionellen Investoren platziert werden können.

Der Sieger derzeit: Privatplatzierungen
Privatplatzierungen mit anschließender Börsenzulassung im Freiverkehr haben der Emission im Entry Standard den Rang abgelaufen. Und derzeit gibt es auch keine Anzeichen dafür, dass sich dies ändern wird.

Aktuelle Daten und Fakten zum ersten Halbjahr 2015 finden Sie auch in unserem halbjährlich erscheinenden Mittelstandsanleihe-Markt Update:

Mittelstandsanleihe-Markt Update 1. HJ 2015

Mittelstandsanleihe-Markt-Update H1 2015

Selbstverständlich erstellen wir für Sie gerne nach Bedarf spezifische Auswertungen über Mittelstandsanleihen. Als Ansprechpartner stehen Ihnen Volker Kempf und Kolja Schick gerne zur Verfügung