Archiv für den Monat: Mai 2013

Entwicklungen auf dem europäischen M&A-Markt in Q1 2013

201302mayerhoefer-4571_2hfDer europäische M&A-Markt konnte im Q1 2013 laut einer Studie von intralinks und mergermarket gegenüber dem Vorjahr um 24% zulegen sowie das Niveau von Q4 2012 halten. Insbesondere vor der Krise im Euro-Raum und den daraus resultierenden Unsicherheiten hat diese Zahl eine enorme Bedeutung und verdeutlicht, dass Investoren mittel- bis langfristig planen. Eine wirtschaftliche Erholung des Euro-Raumes wird sich dementsprechend zukünftig (noch) positiver auf die getätigten M&A-Transaktionen auswirken.

Mittelstand: Unternehmen im Fokus
Der deutsche Mittelstand ist seit jeher von den Branchen Industrie und Chemie, Konsumgüter, IT, Dienstleistungen geprägt. Der wertmäßige Anteil dieser Branchen am Gesamttransaktionswert beträgt ca. 57%. Gemessen an der Anzahl der durchgeführten M&A-Transaktionen beträgt der Anteil ca. 69%. Der M&A-Markt hat sich seit Jahren derart entwickelt, dass die durchschnittlichen Transaktionswerte gesunken sind. Wurden in 2007 noch ca. 91% der M&A-Transaktionen auf dem europäischen M&A-Markt im Segment unter EUR 250 Mio. abgewickelt ist der Anteil der abgeschlossenen M&A-Transaktionen in diesem Segment auf rund 95% im Q1 2013 angestiegen.

Strategische Investoren als wesentliche Käufergruppe
Die wesentliche Käufergruppe auf dem M&A-Markt sind seit 2011 strategische Investoren. Dieser Trend hat sich auch im Q1 2013 bestätigt. Strategische Investoren führen M&A-Transaktionen primär durch, um die Branchenkonsolidierung voranzutreiben, ihre Internationalisierungsstrategie umzusetzen sowie neue Technologien bzw. Absatzwege zu akquirieren. Hierbei steht der Mittelstand klar im Fokus, da insbesondere die Innovationsfähigkeit der mittelständische Unternehmen zu Skalierungseffekten im Zuge einer M&A-Transaktion führen kann.